OPUS – Die Begegnung [Buchempfehlung]

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Ich starre ihn an. Er starrt mich an. Ich kann es nicht glauben. Niemand könnte das hier glauben. 

„Bist zu bereit für eine aussichtslose Liebe alles zu riskieren?“

 

Titel: OPUS – Die Begegnung

Autorin: Senta Richter

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Seiten (Taschenbuch): 446

Preis (Taschenbuch): 11,95€

Kaufen: http://www.amazon.de/Opus-Die-Begegnung-Senta-Richter/dp/151721940X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1451491183&sr=1-1&keywords=opus+die+begegnung

Klappentext: Bist du bereit, für eine aussichtslose Liebe alles zu riskieren? »Man sieht sich immer zweimal im Leben«, prophezeit Marie ihrer besten Freundin. »Quatsch!«, widerspricht Ludmilla. »Darauf kann ich gut verzichten. Der Typ hat definitiv einen Dachschaden.« Kurze Zeit später stößt sie jedoch schon wieder mit dem arroganten wie anziehenden Abel zusammen. Seine grünen Eisaugen bringen sie vollkommen durcheinander. Aber warum macht er so ein Geheimnis aus seiner Herkunft? Von wem wird er verfolgt? Und welche Bedeutung hat das merkwürdige Tattoo auf seiner Brust? Die Wahrheit sprengt die Grenzen ihrer Vorstellungskraft – und bringt nicht nur sie selbst in große Gefahr. (Quelle: Amazon)

 

Darum geht’s und meine Meinung:

OPUS – Die Begegnung ist der erste Roman von Senta Richter. Durch Instagram bin ich auf das noch relativ unbekannte Buch aufmerksam geworden. Ich habe nur gutes über OPUS gehört und auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend, weshalb es unbedingt auf meinen Wunschzettel für Weihnachten musste. Und Heiligabend lag es doch dann tatsächlich unter dem Weihnachtsbaum. Zugegebenermaßen lese ich sonst meistens eher bekanntere Bücher und einen self-published Roman hatte ich zuvor auch noch nie gelesen. Auf Grund der guten Bewertungen erwartete ich jedoch, dass das Buch mir ganz gut gefallen würde. Aber wie es mir tatsächlich gefallen hat, dazu später mehr.

Erst einmal zu dem Cover. Bei großen Verlägen ist man es ja gewöhnt, dass die Bücher immer total schöne Cover haben. Wenn dann jemand selber ein Buch veröffentlicht könnte man meinen, dass nicht so ein schönes Cover bei rumkommt. Aber bei OPUS bin ich da ganz anderer Meinung. Das Cover ist für mich nahezu perfekt getroffen. Die Farben sind total schön und in der Abbildung der Personen ist schon irgendwie dessen Charakter wieder gespiegelt. Auch den Hintergrund mit den Hochhäusern finde ich total cool gemacht.

Jetzt etwas zu dem Inhalt und den Charakteren. Ludmilla (Was ist das bitte für ein toller Name?) die Protagonistin des Romans hat es nicht immer leicht. Ihr Vater ist seit mehreren Jahren tot, ihr Bruder studiert in einer anderen Stadt und sie wohnt mit ihrere Mutter, die oft die ganze Nacht arbeitet um genügend Geld zu verdienen, in einer kleinen Wohnung in einer nicht gerade schönen Wohnsiedlung. Ludmilla selber ist ziemlich chaotisch und hegt eine große Leidenschaft für Kunst. Sie malt unglaublich gerne, jedoch erfährt man direkt zu Anfang des Buches, dass mit ihrer rechten Hand etwas nicht stimmt. Diese tut ihr häufig weh und sie erwähnt mehrmals, dass das mit einem Unfall zu tun hat, durch den sie sich immer mehr von ihrem Bruder entfernt hat. Ludmilla zweifelt viel an sich selbst und schiebt es immer wieder auf ihre Hand, dass sie vorhat mit der Malerei aufzuhören. Mitten in ihrem chaotischen Tagesablauf trifft sie eines Abend einen jungen Mann. Die beiden begegnen sich auf der Straße und Ludmilla wird auf ihn aufmerksam und glaubt ihm helfen zu müssen, weil der Mann plötzlich einen furchtbaren Hustenanfall bekommt. Dieser fährt sie jedoch an, dass sie ihn in Ruhe lassen soll. Ludmilla versucht den arroganten Abel mit den unglaublich leuchtenden, grünen Augen zu vergessen, doch wenige Tage später begegnen sich die beiden erneut. Abel gibt kaum etwas von sich preis, was Ludmilla nur noch mehr dazu anstachelt mehr von ihm erfahren zu wollen. Die beiden haben einen sehr unterschiedlichen Charakter. Während Ludmilla, die Kunstfanatikerin mehr von Abels Interessen, seinen Träumen und seiner Herkunft erfahren will, denkt Abel rein rational. Kunst hat für ihn keine Bedeutung, was Ludmilla überhaupt nicht verstehen kann.

„Du bist eine Träumerin, Ludmilla. Die Welt ist auf Tatsachen aufgebaut, nicht auf Gefühlen. Das ist die Realität, die einzige Realität. Kein Buch, kein Kunstwerk kann daran etwas ändern.“ „Nein, so einfach ist das nicht.“

Ludmilla fühlt sich immer mehr zu Abel hingezogen und will endlich die Wahrheit über ihn wissen. Was verbirgt Abel vor ihr? Warum ist er so abweisend und rational? Und wieso kann sie nicht aufhören an ihn zu denken? Doch als sie endlich die Wahrheit erfährt ist nichts mehr, wie es war.

 

OPUS – Die Begegnung hat all meine Erwartungen übertroffen. Ich hätte niemals gedacht, dass mich dieses Buch so begeistern würde, aber ich konnte und wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte war von Anfang an spannend und mysteriös. Es gibt selten Bücher, die mich von der ersten Seite an fesseln, aber genau das war hier der Fall. Abel war für mich ein einziges Rätsel. Er benimmt sich so abweisend und unnatürlich, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, was er zu verbergen hat. Ludmilla und Abel treffen sich immer häufiger und jedes mal war ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob er ihr jetzt endlich die Wahrheit erzählt. Doch obwohl Ludmilla immer weiter bohrt erfährt man nicht viel über Abel. Aber nicht nur Abel sondern auch Ludmilla selbst warf teilweise für mich Fragen auf. Was hatte sie für einen Unfall? Und wieso steht sie deswegen ihrem Bruder nicht mehr so nahe? Durch die ganzen offenen Fragen, war das Buch für mich durchweg spannend. Interessant fand ich, dass Senta Richter häufiger mal Kapitel eingebaut hat in denen es um andere Personen geht, die man teilweise nicht kennt. Der Prolog ist ebenfalls nicht aus Ludmillas Sicht geschrieben und zudem für mich der perfekte Einstieg in das Buch, weil direkt Spannung aufkam. Was ich auch sehr schön fand war, dass trotz den ganzen Geheimnissen und Fragen eine Beziehung zwischen Abel und Ludmilla entsteht. Ludmilla war vorher noch nie verliebt, doch als sie Abel begegnet verliert sie sich direkt in seinen grünen Eisaugen. Auch Abel scheint sich immer mehr zu Ludmilla hingezogen zu fühlen. Der Schreibstil von Senta Richter hat mir auch sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und es ist alles so ausführlich und bildlich beschrieben, dass man sich alles gut vorstellen kann. Außerdem schreibt sie so, dass man richtig mit den Charakteren mitfühlt und sich sehr gut in diese hinein versetzten kann.

 

Insgesamt hat der Debütroman von Senta Richter für mich alles, was ein gutes Buch braucht. Spannung, Liebe, Verzweiflung und viele offene Fragen. Meiner Meinung nach hat OPUS viel mehr Aufmerksamkeit verdient und ich kann euch den Roman wirklich sehr ans Herz legen. Eine Geschichte, wie diese hatte zumindest ich vorher noch nie gelesen und ich verspreche euch, dass in diesem Buch (im Gegensatz zu vielen anderen Büchern) nichts vorhersehbar ist. Ich freue mich schon unglaublich auf den zweiten Teil von OPUS, vor allem weil das Ende echt fies ist und sobald er draußen ist werde ich ihn mir auf jeden Fall sofort bestellen!! Ich hoffe ich habe euch neugierig gemacht und die Rezension war nicht zu lang 🙈. Für mich gehört OPUS fortan zu meinen Lieblingsbüchern ❤️

 

Bis zum nächsten Mal 💕

~ L

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